KINDER HABEN EIN RECHT AUF SCHULBILDUNG

Geben Sie Kinderwünschen
eine Chance.

<
<
kindergeschichten_Ostafrika

Guja, Äthiopien

Frühmorgens, noch bevor die Sonne aufgeht, beginnt für die zehnjährige Guja der Tag. Sie kleidet sich an, putzt die Lehmhütte der Familie und holt Wasser aus dem Brunnen. Erst wenn das erledigt ist, packt sie ihre Sachen für die Schule und kann frühstücken.


«Nun muss ich mich beeilen, denn meine Kameradinnen warten bereits. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg in die Schule. Ich lerne sehr fleissig, denn ich möchte einmal Schulhäuser, Strassen und Krankenhäuser bauen.»

DIe 10-jährige Guja hat eine Chance bekommen, die vielen Mädchen in Äthiopien verweigert wird. Sie werden diskriminiert – einfach weil sie Mädchen sind. Während Jungen in die Schule geschickt werden, müssen Mädchen im Haushalt mithelfen: Sie sammeln Feuerholz, schleppen Wasser und sorgen für die kleineren Geschwister. Für den Schulbesuch bleibt da meist keine Zeit.

Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi unterstützt Mädchen wie Guja. In den Dörfern werden Schulhäuser gebaut, was den langen und damit gefährlichen Schulweg verkürzt. Dank flexiblen Unterrichtszeiten können Kinder zu Hause mithelfen, ohne dabei auf den Schulbesuch verzichten zu müssen. In Schulklubs speziell für Mädchen diskutieren sie ihre Situation, lernen ihre Meinung zu äussern und stärken somit ihr Selbstbewusstsein.

Die Gleichbehandlung von Mädchen und Buben ist ein Kinderrecht. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi setzt sich dafür ein, dass dieses Recht möglichst vielen Kindern zuteilwird.

close

<
>
kindergeschichten_Zentralamerika

Shania, Honduras

Shania lebt im Norden von Honduras, an einem Ort, der durch Drogenhandel und Gewalt geprägt ist. Sie und ihre Freundin Yeldis gehen in eine Schule, die weder ein Dach noch Wände hat. Unterricht unter freiem Himmel gehört zu ihrem Alltag.


Die meisten Kinder hier treten zwar in die Primarschule ein, viele beenden sie aber nicht. Die Ursachen dafür sind zahlreich. Sind die Eltern besonders arm und müssen sich entscheiden, investieren sie lieber in die Ausbildung eines Jungen. 60 Prozent der Mädchen passen auf ihre Geschwister auf oder übernehmen andere häusliche Pflichten. Das traditionelle Rollenbild wird so immer weiter zementiert; sowohl zu Hause als auch in der Schule.

Um für den Lebensunterhalt der Familie zu sorgen arbeitet Shanias Vater in Kolumbien als Fischer. Die Mutter und die sechs Geschwister leben in Corozal. Shania gehört der Volksgruppe der Garifuna an, die indianische und afrikanische Vorfahren haben. Ihnen wird nachgesagt, dass sie faul und langsam seien. Yeldis wiederum gehört zu den Mestizen, die einen grossen Teil der Bevölkerung in Honduras ausmachen. Dank der Projekte der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi gehen die beiden Mädchen in die gleiche Klasse. Auch wenn sich die Erwachsenen dieser beiden Bevölkerungsgruppen skeptisch gegenüberstehen, sind sie Freundinnen.

Dank der Arbeit der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi erhalten Kinder in prekären Situationen (ethnische Minderheiten, von Armut betroffene Familien) einen verbesserten Zugang zu einer qualitativ guten Grundbildung. Shania und Yeldis können von diesem Engagement profitieren. Die 15-jährige Sekundarschülerin Yeldis träumt bereits davon, in einer Bank zu arbeiten und einmal nach Amerika zu reisen. Auch Shania hat sich ein klares Ziel gesetzt: Sie möchte Psychologin werden, um der Gesellschaft zu helfen und mehr über sie zu erfahren.

close

<
>
kindergeschichten_suedostasien

Kortou, Laos

Die 12-jährige Kortou lebt im Norden von Laos. Ihre Eltern sind Reisbauern – wie die meisten Familien im Dorf. Kortous zwei Brüder, 9- und 7-jährig, schauen zu den beiden noch jüngeren Geschwistern. Die Hausarbeiten bleiben oft an ihr hängen.


«Ich füttere unsere Tiere, hole frisches Wasser, putze unsere Hütte und koche auch oft. Meine Eltern sind tagsüber auf dem Reisfeld und kehren erst am späten Nachmittag zurück. So vollgepackt wie mein Tag ist, so schwer ist es für mich auch, die Schule zu besuchen. Bis vor kurzem haben entsprechend wenige Kinder im Dorf die Schule besucht – oder haben den Unterricht nach kurzer Zeit abgebrochen.

Das ist aber auch kein Wunder, denn die Lehrer unterrichten ohne Rücksicht in der offiziellen Landessprache (Lao). Da wir hier auf dem Land kein Lao sprechen, konnten wir dem Unterricht gar nicht folgen – wir haben kaum etwas verstanden. Wenn die Kinder den Unterricht nicht von sich aus geschwänzt haben, so waren es häufig die Eltern, die ihre Kinder von der Schule holten. Denn zu Hause müssen wir mit anpacken, damit die Familie über die Runden kommt. Für Schulunterricht, der den Familien nichts bringt, bleibt keine Zeit.

Ich selbst habe aber grosses Glück. Vor einigen Jahren wurde in unserem Dorf eine neue Schule gebaut. Zusammen mit den Eltern, den Leuten von der Gemeinde und der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi wurde auch der Schulunterricht verbessert. Wir singen nun volkstümliche Lieder, haben Handwerkunterricht und lernen Lao, damit wir dem Unterricht besser folgen können.

Letzte Woche haben wir zum Beispiel gelernt, wie man einen Kescher herstellt. An einer Stange mit einer Art Holzring wird mit einer Schnur ein Netz geknüpft. Zuerst hat uns der Lehrer vorgezeigt, wie das genau funktioniert. Danach durften wir es selbst probieren und haben einen eigenen Kescher hergestellt. Ich hatte Riesenspass, selbst einen Kescher zu bauen und ihn meinen Eltern und Geschwistern zu zeigen. Meine Mutter hat ihn bereits benutzt und ein paar Fische nach Hause gebracht. Dass ich zur Schule gehe, hilft also meiner ganzen Familie. Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass ich zur Schule gehen darf.»

close

<
>
kindergeschichten_Suedosteuropa

Dumitria, Moldawien

Die Bustüre öffnet sich. Zuerst sieht man nur zwei pinkfarbene Ballerinas in einem bunt geschmückten Rollstuhl. Dumitrita strahlt übers ganze Gesicht, als vor dem Bus eine ganze Schar Klassenkameraden auftaucht. Die Begrüssung ist herzlich und lebhaft.


Nachdem der Fahrer Dumitritas Rollstuhl von der Busrampe auf den Boden geschoben hat, übernimmt Ivan. Schwungvoll wendet er den Rollstuhl und schiebt ihn rennend auf den Schuleingang zu. Dumitrita kreischt vor Vergnügen und ruft dann gleichzeitig etwas ängstlich: «Nicht so schnell, Ivan!»

Das Schulhaus Lyceum Pro Success in der moldauischen Hauptstadt Chisinau ist hell und freundlich eingerichtet, die Fenster sind mit Papierblumen geschmückt. Speziell an dieser Schule: Sie ist durchwegs rollstuhlgängig. Von den 175 Schülerinnen und Schülern der 1. bis 12. Klasse haben 18 eine Behinderung.

Pro Success ist eine von vier Pilotschulen des Projekts, das die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi mit der Partnerorganisation Speranta (Hoffnung) seit dem Jahr 2011 in Moldawien unterstützt. Davon profitieren 60 Kinder und Jugendliche, die mit einer Behinderung leben und somit spezielle Bildungsbedürfnisse haben. Insgesamt werden über 1000 Kinder und Jugendliche für die Thematik sensibilisiert.

Damit ihre speziellen Bedürfnisse von Kindern mit einer Behinderung abgedeckt sind, werden für sie individuelle Lehrpläne erstellt. Sie erhalten massgeschneiderte pädagogische und therapeutische Unterstützung. Dumitrita, die ein körperliches Handicap hat, braucht keinen speziellen Lehrplan – abgesehen von der Turnstunde kann sie den regulären Unterricht besuchen. «Am liebsten wäre sie noch viel selbstständiger», erzählt ihre Mutter Veronica.

Als Dumitrita mit ihrer Behinderung auf die Welt kam, war dies für Veronica ein Schock. Sie war entmutigt und dachte, ihre Tochter werde nie zur Schule gehen können. Dann ist sie mit der Organisation Speranta in Kontakt gekommen und durfte Dumitrita ins Pro Success schicken. Ihre anfängliche Angst ist verflogen: «Mein kleines Mädchen stellt mich auf. Wenn ich ihr heute in die Augen schaue, mache ich mir keine Sorgen mehr.»

close

<
>
>
>

Zahlen & Fakten

Der Zugang zu Schulbildung wurde 1948 von den Vereinten Nationen zu einem Menschenrecht erklärt. Trotzdem haben auch dieses Jahr – 66 Jahre später – Millionen von Kindern ihren ersten Schultag verpasst. Damit das Recht auf Schulbildung nicht nur ein leeres Versprechen bleibt, brauchen wir Ihre Unterstützung.

Das Recht auf Bildung

steht weltweit allen Kindern zu (gemäss UN-Menschenrechts- Erklärung).

132 Millionen Kinder

die Mehrheit davon Mädchen, haben dennoch keinen Zugang zu Schulbildung.

Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

engagiert sich für mehr Bildung – in der Schweiz und 11 weiteren Ländern auf 4 Kontinenten.

Unterstützen Sie unsere Arbeit — und freuen Sie sich auf eine handsignierte Postkarte von Ihrem Lieblings-Promi.






Helfen Sie, mehr Kindern Zugang zu guter Schulbildung zu verschaffen







Jede Spende zählt – mobilisieren Sie Ihre Freunde und Familie.

Auf dem Laufenden bleiben und ein exklusives Treffen mit Ihrem Lieblings-Promi gewinnen!

Mein Vorname

Persönliche Nachricht

E-Mail-Adresse des Empfängers

X

Auf zum Promi-Treffen mit dem Newsletter-Abo!

Stets auf dem Laufenden bleiben: für unseren Newsletter registrieren und ein exklusives Treffen mit Ihrem Lieblings-Promi gewinnen. (Ihr Wunsch-Promi ist nicht dabei? Schauen Sie später vorbei, die Auswahl wird laufend mit weiteren Promis ergänzt.)